Johann Sebastian Bach
Toccata in e-Moll BWV 914
Ludwig van Beethoven
Sechs Bagatellen op. 126
- Andante con moto
- Allegro
- Andante
- Presto
- Quasi allegretto
- Presto. Andante amabile e con moto
- Pause -
Ward De Jonghe
“Beethoven Aphorisms” (2026)
Ludwig van Beethoven
Sonate op. 53 in C-Dur “Waldstein”
- Allegro con brio
- Introduzione. Adagio molto
- Rondo. Allegretto moderato
Im Jahr 2027 jährt sich Ludwig van Beethovens Todestag zum 200. Mal - eine Chance, seiner Musik neu zu begegnen!
Das Programm folgt der Idee, die Wurzeln der Musik Beethovens aufzuspüren und ihre Energie über zwei vollkommen unterschiedliche Werke des Meisters bis in unsere Gegenwart hinein zu verfolgen.
„Nicht Bach! Meer sollte er heißen“ - mit diesen Worten bringt Beethoven seine Bewunderung des Leipziger Thomaskantors zum Ausdruck und deutet zugleich auf die immense Fülle an Inspiration hin, die ihm aus Bachscher Musik zuteil wird. Mit der Toccata in e-Moll steht am Beginn ein Werk, in dem das Beginnen komponiert ist: von Bach selbst wesentlich improvisiert. Das persönliche Element in der Musik wird dann zum Ereignis in den Bagatellen op. 126 aus den Jahren 1823-24. In diesem Kosmos aus Kleinigkeiten gleicht die Musik Tagebucheinträgen. Wir erleben, dass Beethoven gleichermaßen unmittelbar außer sich wie in sich geraten kann und seine Musik erreicht in diesem späten Werk Momente einer Innigkeit ohne Grenzen.
Im Dialog mit Beethovens Musik und besonders mit seiner “Waldstein-Sonate” entstehen die fünf Aphorismen Ward De Jonghes. Ein junger Komponist unserer Zeit lässt sich auf das Abenteuer ein, die Musik des berühmten Vorgängers zu reflektieren und in ureigener Weise auf sie zu antworten. Diese Musik der Zukunft mündet in die große Erzählung der Sonate in C-Dur op. 53, dem leidenschaftlichen Förderer des jungen Komponisten Graf Ferdinand von Waldstein gewidmet. Beethoven feiert das Entstehen der Musik, entfaltet ihre ganze hymnische Kraft und lässt uns wie neugeboren zurück.